Urheberrecht, Patente – So langsam reicht’s mir

ParagraphWir befinden uns in der Steinzeit:

Ich bin ein schlechter Jäger und bleibe zuhause bei Frau und Kind. Aber ich bin ein heller Geist und schaffe es mit viel Hirnschmalz einen Tisch mit 4 Beiden zu bauen. Das finden alle anderen der Nachbarhöhlen so toll, dass sie sich auch einen Bauen wollen. Da ich natürlich der Erfinder bin, beanspruche ich auf meine geniale Erfindung natürlich ein Patent. Jeder der außer mir einen Tisch baut und ihn dann verkaufen will, beispielsweise an die Leute des Nachbartals muss mir 10% des Erlöses geben. Immerhin bin ich ja auf die tolle Idee gekommen.

Angekommen in der Neuzeit: Familie Tischler sind die Herrscher des Planeten, da keiner mehr ohne Tisch oder inzwischen auch Stuhl leben will.

Wenn es bloß so einfach wäre. Aber genau so Empfinde ich momentan die Patentwelt. Was dabei immer vergessen wird: Wenn ich den Tisch nicht erfunden hätte, wäre es einem anderen in den Sinn gekommen. Vielleicht ist es das auch, aber derjenige hatte einfach nicht genug Einfluss um den Zehnten Teil des Erlöses ein zu treiben, oder überhaupt kein Interesse daran, dass andere es nicht ohne Abgabe nachbauen und verkaufen sollen.

Wir Blogger kennen doch das Problem. Oft genug werden unsere Beiträge samt Schreibfehler auf anderen Blogs publiziert, ohne Backlink, ohne irgendwelche Hinweise, dass du eigentlich Geist dieser Worte bist. Genau das gleiche passiert auch mit euren Urlaubsbildern, die ohne euer Wissen plötzlich an Plakatwände geklebt werden. Schön ist das sicher nicht, aber was will man schon groß machen, als armer kleiner Blogger, der überhaupt keine Lust hat auf das Anwaltsgehaue und Paragraphen werfen hat.