Android Apps Gratis?

Sascha hat sich heute ein wenig über die Gratiskultur von Androidnutzern aufgeregt. Hintergrund des Ganzen war eine schlechte Bewertung eine durchaus gute App, die die schlechte Bewertung nur wegen eingebauter Werbung bekommen hat. Ich finde Saschas Meinung durchaus verständlich, dass er was gegen die Gratiskultur hat, jedoch verstehe ich denjenigen, der die Bewertung geschrieben hat in gewisser weise auch. Man muss differenzieren. Von Anfang an aus der Sicht eines Entwicklers:

Meistens entstehen Apps dadurch, dass man eine tolle Idee hat, oder weil eine Funktion noch nicht als App verfügbar ist. Die wenigsten Android App werden entwickelt um wirklich Geld damit zu verdienen. Diese möchte ich auch gar nicht weiter betrachten. Grundsätzlich geht es darum wie ein Entwickler seine wertvolle Zeit der Entwicklung entlohnt haben möchte, denn die Entwicklung einer stinknormalen App nimmt ca. 500 Arbeitsstunden in Anspruch. Das ist wirklich eine menge und sollte belohnt werden.

Kostenlos, eventuell sogar Open Source

Entwickler die ihre Apps kostenlos in den Market stellen macht das Entwickeln offenbar sehr viel Spaß. Ein Hobby, das mit tollen Bewertungen und vielen Downloads belohnt wird. Ihn freut es vor allem eine Hilfe für andere zu sein. Das große Problem ist nur, dass dieser Spaß nicht ewig andauert. Solche Apps mit guten Ansätzen finden sich haufenweise im Market, aber ohne Weiterentwicklungen funktionieren sie oft nicht mehr richtig, oder werden durch alternativen mit mehr Funktionen ersetzt.

Kostenlos mit Werbung

Um ein wenig belohnt zu werden, setzten viele Entwickler auf Ads in Ihren Apps. Kleine Werbebanner, die einen auf mysteriöse Abo Seiten im Browser verlinken. Die wenigsten Werbebanner sind interessant genug um sie anzuklicken. Ich selbst habe noch keinen Werbebanner gesehen, der mich auf irgendeine Art angesprochen hat. Geld wird hierdurch nur mit geschicktem Platzieren der Banner gemacht. Dort wo man einen Button wie “Restart Level” erwartet taucht unverhofft der Banner auf und man wird in den Browser navigiert. Nervig, und meistens auch nicht sinnvoll für den Werbenden. Der einzige der verdient ist der Entwickler.