Sleeptracker – Mein Testbericht

Ich möchte zu Anfangs noch mal betonen, dass ich sehr dankbar dafür bin, dass ich den Sleeptracker testen durfte und es wirklich ein hochwertiges Gerät ist. Jetzt aber mal zu meinem Testbericht:

Die erste Nacht mit dem Sleeptracker war wirklich angehnehm. Ich bin zwar schon vor meinem Wecker aufgewacht, hab mich aber noch mal umgedreht um mich vom Sleeptracker wecken zu lassen. Es war echt total angenehm sich durch das vibrieren am Handgelenk und nicht durch ein schreckliches piepen wecken zu lassen, das hat nämlich erst ein paar Sekunden nach dem ersten Vibrieren eingesetzt und war auch nicht so laut wie mein Wecker sonst.

Nach dem Angenehmen Weckvorgang habe ich mich mal an die Software gemacht. Die kann man entweder online nutzen oder sich als Programm runterladen. Der Onlinezugriff findet aber in beiden Fällen statt und deshalb ist auch in beiden fällen ein Account notwendig, der sich aber in wenigen Sekunden erstellen lassen kann. Bis hier hin alles super.

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Von der Software bin ich aber ehrlich gesagt ein wenig enttäuscht. Das einlesen der Daten ist zwar wirklich einfach und Problemlos, aber die Verarbeitung der Daten sowie die Auswertung ist nicht gut. Am ersten Tag, wo ich bis 11 Uhr geschlafen habe wird mir mein Schlaf nur bis um 8 Uhr angezeigt. Danach endet die Tabelle einfach und der Balken verschwindet unter dem Nächsten, wie ihr auf dem Screenshot sehen könnt (19.5. Mi). Nun gut. Vielleicht ändert sich das alles ja noch wenn mehr Daten zur Verfügung stehen.

Am nächsten Morgen habe ich erst mal total verschlafen weil ich weder da Vibrieren noch das Klingeln gehört habe. Beim einlesen der Daten habe ich dann gemerkt, dass ich in der Weckzeit keine Wachphasen hatte, sondern tief und fest geschlafen habe. Ich könnte wetten, dass ich auch bei einem Anderen Wecker verschlafen hätte. Schade drum aber ich hab ja noch weitere Tage vor mir.

Da ich aber am Nachmittag etwas geschafft war habe ich mich zu einem Mittagsschlaf hingelegt und dachte: Hey lass ich mich doch mal von meiner tollen Uhr ganz sanft aus dem Schlaf holen. Es hat wunderbar geklappt. Ich wollte aber wissen, ob ich da auch irgendwelche unruhigen Phasen hatte und habe die Uhr Auswerten lassen. Und dann hatte ich das böse erwachen. Das Programm hat einfach die Daten der letzten Nacht überschrieben, anstatt einfach noch einen Balken an eine andere Stelle zu machen!

Der Vorsicht wegen hatte ich meine Daten davor allerdings schon Exportiert. Doch was bringt mir das, wenn ich sie nicht importieren kann? Um meine Durchschnittswerte über meinen kurzen Zeitraum nicht zu verfälschen, wollte ich dann wenigstens die Daten wieder löschen, aber das geht auch nicht. (nicht mal manuell in der Exceltabelle, da man ja nichts importieren kann)

Nachtrag: Wenigstens kann man die Daten löschen wenn man vor dem jeweiligen Tag auf den Edit Button drückt, um die Durchschnittswerte nicht zu verfälschen.

Die nächsten Tage liefen dann einigermaßen. 2 Mal habe ich den Wecker nicht gehört/gemerkt und das beim einlesen der Daten auch angegeben. Warum das aber nur am Freitag mit dem roten Kästchen angezeigt wird und nicht aber am Montag verstehe ich nicht. (Nachtrag: Die Daten lassen sich ja zum Glück auch noch im Nachhinein bearbeiten, folglich ist das nicht ganz so schlimm.) Nun gut vielleicht habe auch ich einen Fehler gemacht, weswegen ich am Samstag allerdings keine Daten mehr habe ist mir absolut schleierhaft, wird aber noch mal vom Support nach geprüft. Am Dienstag habe ich die Uhr dann nicht mehr an gehabt, da ich komplett ausschlafen wollte.

Langzeitdiagramme konnte ich nicht testen, da bei mir einfach zu wenig Daten vorhanden sind. Aber ich glaube auch nicht, dass ich daraus viel ableiten könnte. Die Beispieldiagramme sehen zumindest auch recht Aussagelos aus, aber beurteilt selbst vielleicht bringt euch diese Auswertung ja was.

Longterm

Doch weg von der unausgereiften Software, die noch weiterentwickelt wird zurück zur Uhr:

  • Außer in einer unruhige Schlafphase hat sie mich nicht geweckt. Wer diese Uhr also nutzen will sollte sich in jedem fall noch einen Wecker neben das Bett stellen der einen dann endgültig aus den Federn haut.
  • Die Uhr verfügt über keine Stoppuhr, was eigentlich von jeder Digitaluhr vorausgesetzt wird, und wohl kaum mehr als ein paar hundert Zeilen Code in Anspruch nimmt.
  • Wenn die Beleuchtung aktiviert ist, piept die Uhr sehr hoch. Es ist nicht laut oder nervend (sind ja nur ein paar Sekunden) aber es ist da.
  • Sie kann leider nur ein Nacht speichern. Wer einen Tag nicht die Möglichkeit hat, die Daten zu auslesen zu lassen hat pech gehabt.
  • Die Sleep-Funktion, meine lieblingsfunktion bei Weckern, funktioniert beim Sleeptracker leider nur bis zur Weckzeit. Ist die Weckzeit vorbei lässt sich die Uhr nicht noch mal auf in 5 Minuten stellen. Auch das würde glaube ich nur wenige Zeilen Code benötigen.
  • Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Die Uhr ist einfach ein wenig zu groß ausgefallen.

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Mein Fazit: Wer seine Schlafzeiten ermitteln, die Uhr nicht als einzigen Wecker benutzen will und für den kleinen Spaß fast 160€ zu zahlen bereit ist, ist mit dem Sleeptracker bestens beraten. Die Auswertungssoftware ist zwar momentan noch etwas schwach aber wird ja weiterentwickelt. Außerdem muss gesagt werden, dass diese Uhr ein Pionier auf dem Gebiet der Schlafüberwachung und Auswertung außerhalb von Schlaflaboren ist. Konkurrenz gibt es nur vereinzelt, und wenn dann Spezialisierter, wie z.B. Vibrationswecker für Gehörlose oder Schlafanalysegeräte jenseits von 200€. Der Markt ist noch nicht so richtig da für eine solche Uhr. Ich persönlich würde mir den Sleeptracker nicht kaufen, da sie mich zu selten aufgeweckt hat und die Software für eine richtige Analyse noch zu wenig kann und unhandlich ist.

Für die Zukunft: Ich bin wirklich dankbar zu wissen, dass ich entweder eine Stunde früher oder später ins Bett gehen sollte als bisher, dass ich nicht immer in meiner Tiefschlafphase geweckt werde. Für diese Information hat sich der Test wirklich gelohnt.

Auch werde ich, sollte ich mir dann eine neue Uhr kaufen darauf achten, dass sie einen Vibrationsalarm besitzt, da es für mich wirklich angenehm war so sanft aus dem Schlaf geholt zu werden.

Am allerliebsten hätte ich diese Uhr als eine Art Schweißband, das man am Abend um das Handgelenk macht und einen dann vielleicht auch mit der Hilfe eines Motion Sensors bei unruhigem Schlaf weckt.

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