DB mit 35 Millionen Google Profilen – Na und?

Nach solchen Horrormeldungen wie vom PSN ist man ja noch ein stück vorsichtiger geworden, was Datenklau angeht. So habe ich heute ein wenig erstaunt geschaut, als ich gelesen habe, dass ein Student mühelos eine Datenbank mit 35 Mio Google Profilen baut. Ok so eine Vielzahl an Nutzerdaten ist nun wirklich nicht wenig, aber man darf das alles nicht überbewerten.

Der 1. Grund, warum die Meldung allerdings total überbewertet wird ist, dass die Daten die “gestohlen” wurden frei zugänglich sind. Der Aufwand, die Daten zu beschaffen ist also letztlich nur der, die Daten zu finden und zu speichern. Nunja, das speichern ist keine Kunst. Html auslesen und in eine Datenbank packen ist kein Meisterwerk. Allerdings dürfte es doch einige Tage gedauert haben alle Profile zu finden, dachte ich zumindest.

Eigentlich ist das ganz einfach. Wer will, dass alle Seiten seiner Seite gefunden werden nutzt eine Sitemap. Google nutzt das selbstverständlich auch, auch für die Google Profile. Zu finden ist sie in der robots.txt

User-agent: *
Disallow: /_/
Sitemap: http://www.gstatic.com/s2/sitemaps/profiles-sitemap.xml

Wenn man dann die Sitemap aufruft findet man dort eine Liste mit .txt Dateien in denen ALLE Googleprofile aufgelistet sind.

Große klasse her Koot (so heißt der Student), du hast es mit einem Script eines 16 Jährigen, Speicherplatz, der Standleitung der Uni und einem Monat Zeit in die Schlagzeilen gebracht.

[/Satire]Doch was ist jetzt wirklich schlimm? Dass Google unsere Daten, die wir öffentlich freigeben, nicht gegen Massendownload schützt, dass Google sogar noch mehr als diese Daten über uns hat, also, dass Google sogar unsere öffentlichen Facebook Daten, und alle anderen Daten, die wir öffentlich im Netz haben auf ihren Servern mehrfach gespeichert und indexiert haben?

Wenn ihr denkt, dass wäre alles nicht schlimm genug was Google mit unseren Daten macht. Es kommt noch schlimmer: Google stellt sogar allen die öffentlichen Daten von jedem, jedem gut sortiert zur Verfügung. (Der Dienst nennt sich Google Suche, müsst ihr unbedingt mal ausprobieren!) Auch Microsoft versucht krampfhaft mit ihrer Bing-Suche alle Daten die es über dich im Netz gibt zu finden und Dir zugänglich zu machen. [/Satire]

Nein mein lieber Herr Koot, nicht Google ist der Böse. Auch diejenigen, die diese Daten benutzen sind nicht die Bösen. Die Schuld, wenn Personendaten abhanden kommen sind die Nutzer, die ihre Daten ins Netz blasen.

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