Buzz – zwischen Twitter und Blog

Google hat (mal wieder) ein neues Produkt vorgestellt. Google Buzz soll es heißen und ist plötzlich ohne große Einführung bei allen Gmail Usern in Gmail aufgetaucht. Nicht als closed Beta sondern gleich für alle verfügbar. An sich ein Schritt in die richtige Richtung. So werden mehr Feedbacks bei den Entwicklern ankommen als bei einer kleinen Gemeinde. Der einzige Nachteil ist, dass solch ein unfertiges Produkt abschreckend wirkt. Genau das gleiche Problem wie bei GWave. Mir fehlen auch noch einige Features um das Produkt wirklich angenehm nutzen zu können. Aber warum sollte ich es überhaupt nutzen?

Blog > Buzz? > Twitter

Momentan nutze ich eigentlich nur diesen Blog und Twitter. Der Grund warum Leute meine Artikel lesen ist der Inhalt, vielleicht auch meine Herangehensweise als passsy aber nicht meine Person, oder mein Wohnort. Wenn ich hier im Blog einen Artikel schreibe, versuche ich das möglichst ausführlich und verständlich und am besten auch noch bebildert zu machen. Es gibt allerdings auch kleine Nachrichten für die es sich nicht lohnt einen Artikel zu schreiben. Dafür nutze ich Twitter.

Und Buzz? Ich würde es am ehesten als Mircoblog bezeichnen. Wenn jemand etwas schreibt werden die Follower darüber benachrichtigt wie bei Twitter und können wie in jedem Blog ihre Meinung dazu sagen, wie im Blog, sofern sie einen Gmail Account haben. Es gibt keine Zeichenbegrenzung und somit könnte man seine Blogeinträge ja auch gleich Buzzen, wenn man die Artikel dann auch schön gestalten könnte.

Google ist (noch) kein Monopol

Aber ich wette, dass 70% meiner Leser keinen Gmail Account haben. Somit muss es einen externen Link für meinen Buzz geben wenn ich dort „bloggen“ wollte. Auch sollten sie meine Buzzs auch ohne Gmail abonnieren können wie es z.b. mir RSS-Feeds der Fall ist. Da es das aber nicht gibt werde ich meinen Blog hier nicht aufgeben um auf einen Google Server um zu ziehen.

Weil ich sowieso schon viele Googleprodukte nutze, will ich nicht auch noch meinen Blog und meinen Twitter Account aufgeben, um Google eine noch größere Bedeutung zukommen zu lassen.

Meine Leser kommen zu ca. 60% von der Suchmaschine Google auf meinen Blog. Eine Buzz ist in meinen Suchergebnissen aber noch nicht aufgetaucht somit ist die Möglichkeit an neue Buzz – Follower zu kommen recht gering. Zumindest finde ich noch keine Möglichkeit außer Kommentare ab zu geben und zu hoffen, dass Leute mich dann abonnieren. Das jemand sich die Mühe macht eine Mailadresse von einem Buzzer ins Kontaktbuch hinzuzufügen bezweifle ich zur Zeit noch. Ich glaube da muss noch nach gebessert werden.

Idee mit Zukunft

Auch wenn ich GBuzz als Autor vorläufig nicht benutzen will, weil ich es einfach nicht brauche, werde ich durchaus dem ein oder anderen aktiven Buzzer followen, um mit den Möglichkeiten von Buzz auf dem laufenden zu bleiben.
Vielleicht schaut sich Twitter auch das ein oder andere ab. Insbesondere die Möglichkeit einen Kommentar zu einem Tweet ab zu geben hat mir bisher gefehlt. Das ist aber auch der einzige Punkt bei dem ich der Idee Buzz eine Zukunft gebe.

Ich will nicht der für jeden sichtbare gläserne Bürger werden, der über sein Privatleben per Smartphone buzzt und gleich noch seinen Aufenthaltsort mitteilt. Google weiß sowieso schon genug über mich.

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