Acer Aspire 1825PTZ–Convertible

Es ist endlich soweit: Mein erstes Convertible ist angekommen. Da die Auswahl der bisherigen Netvertibles noch recht überschaubar ist, und das Viliv S10 zu teuer und kaum verfügbar ist bin ich bei meiner Suche eine Klasse höher gestiegen. Zu den 11,6’’ Convertibles. Auch hier ist die Auswahl nicht die aller größte, aber das Acer Aspire 1825PTZ hat es mir angetan.

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Hardware

Hier ein paar Eckdaten:

Prozessor Intel Pentium Dual Core SU4100 / 1.3 GHz
RAM 2 GB / 4 GB ( Max )
Festplatte 250 GB – 5400 rpm
Laufwerk optional – extern
Display 11.6″ TFT 1366 x 768 ( WXGA )
Grafikkarte Intel GMA 4500MHD
Netzwerk 10/100/1000 Ethernet
WLAN Intel WI-FI Link 1000
Akku 6 Zellen Lithium Ionen – 5600 mAh
Betriebssystem Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit
Gewicht 1.7 kg

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Außerdem hat das Convertible noch einen HDMI Ausgang, einen VGA Ausgang, 3 USB Ports und im Gegensatz zu den meisten Netbooks einen LAN-Port.

An sich ist die Hardware durchaus ausreichend, aber ich werde in den nächsten Tagen noch eine SSD einbauen und auf 4GB Ram aufstocken. Besonders von der SSD erhoffe ich mir einen Leistungsschub, aber die Sicherheit meiner Daten unterwegs sind der eigentliche Grund für die Anschaffung, Wer will schon mechanische Teile in seinem Notebook alias Tablet *kopfschüttel* . Somit komme ich dann aber auch einem Tablet immer näher, besonders auf Instant-On aus dem Standby ziele ich ab.

So nun aber mal zum Einsatz im täglichen Leben.

Da ich das Convertible nicht als primären Arbeitsplatz nutzen will, denn dafür ist ja mein Desktop da, finde ich die Leistung mehr als ausreichend. Besonders von der Tastatur bis ich begeistert. Auch wenn ich anfangs nicht so viel mit flachen Tasten anfangen konnte komme ich inzwischen richtig gut damit klar. Lediglich die Pfeiltasten sind ein wenig zu klein ausgefallen – das fällt vor allem beim Programmieren auf wenn man zwischen Zeilen hin und her springen will – aber sonst bin ich mit der Tastengröße zufrieden. Der Anschlag ist auch gut.

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Der Akku ist übrigens der Oberhammer. Die 8 Stunden Herstellerangabe werden wirklich erreicht. Zwar muss man dazu die Helligkeit ganz runterdrehen und nur Word und Excel o.ä. benutzen, aber damit kann man auch super leben. Ein Ladekabel nehme ich schon gar nicht mehr zur Uni mit. Mit der SSD sollten dann eventuell sogar 9 Stunden drin sein.

Auch wenn es nicht so aussieht, ist das Scharnier durchaus stabil. den Bildschirm hält es standhaft in jeder Position und auch durch das drücken des Touchscreens verändert sich die Position nicht. Somit kann man mit dem Touchscreen Popups schließen oder auf Websites scrollen, auch wenn man nicht im Tabletmodus ist.

Touchscreen

Nun aber endlich zum Touchscreen. Es ist ein kapazitiver Touchscreen, weswegen man ihn auch super mit den Fingern bedienen kann. Das Funktioniert auch super, leider sind die wenigsten Programme auf Toucheingabe angepasst. Hier mal ein kleines Beispiel, Der Browser: Ob Opera, Firefox (der 4er nicht mehr) oder Chrome; wenn man einen Tab schließen möchte muss man erst mal das x treffen. Da das x allerdings wenige Pixel unterhalb des Bildschirmrandes liegt lässt er sich nicht klicken. Der schlaue Touchscreen lässt einen nämlich entweder direkt an den Rand klicken, oder wenn man etwas weiter unten klickt, unterhalb vom x. Teilweise unterhalb vom Tab. Besondern nervig ist das im Opera weil da zwischen Tab und Bildschirmrand noch ein verdammter Pixel ist, der sich also nicht klicken lässt. Somit ist das Wechseln zwischen den Tabs nicht so ganz einfach.

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Ich bin mir aber nicht sicher ob das Softwaretechnisch gelöst ist, oder ob der Touchscreen einfach nur größer ist als das Display wie man hier auf dem Bild sieht. ich vermute, dass der innere schwarze Bereich auch noch zum Touchscreen hinzuzählt. Aber egal woran es liegt, es nervt.

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Da das Display ja eine Auflösung von 1366×768 hat, also HD, sollte man selbstverständlich auch solche Videos abspielen können. Sollte man. In der Praxis klappt das nicht so gut. Streams ruckeln im Vollbildmodus. Das liegt aber glaube ich letztlich daran, dass der Browser selber dazu noch viel zu viele Ressourcen zieht. Ein HD Video, dass auf der Festplatte liegt braucht zwar auf einem Prozessor 80% Rechenleistung, aber es läuft flüssig. Wenn man die Prozesspriorität erhöht, dann ruckelt es auch nicht wenn Mails abgerufen werden Zwinkerndes Smiley

Spiele

Auch bei kleinen für Touch optimierte Spielen, die man selbstverständlich versucht, wenn man schon mal einen Touchscreen hat, laufen nicht so ganz toll. Apropos Spiele: Habe ich natürlich versucht. CS:S Minimale Auflösung, 25 FPS; RUSE (ja eigentlich für Touchscreens geeignet) ei mir unspielbar, Touchscreen wird nicht erkannt, da nur HP Touchscreens funktionieren, Trackmania läuft (zwischendurch aber laggs) –> leider auch unspielbar. Somit bleibt mein Laptop von Spielen befreit.

Wofür brauche ich jetzt den Touchscreen?

Um Popups weg zu drücken, und Tabs zu wechseln sicherlich nicht. Weil es cool ist? Vielleicht. In erster Linie aber, weil ich sehr viele News und Blogs lese, und dabei lieber auf dem Sofa liege, als vor dem Rechner zu sitzen. Das würde auch mit einem normalen Laptop gehen, ja, aber ich will nicht die ganze Zeit mit dem Touchpad rumhantieren und eine Maus aufm Sofa ist uncool. An sich das Einsatzbereich für einen Tablet, aber wenn ich dann einen Kommentar schreiben will, brauche ich halt doch die Tastatur. Folglich ein Convertible.

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Die Taskbar alias Superbar von Windows 7 ist übrigens super für Touch geeignet. Die Symbole sing genau einen Finger groß. So sollten eigentlich auch die Schließen- und Vergrößern-Buttons sein. Vielleicht finde ich ja noch ein tolles Skin das für Touchscreens optimiert ist.

Was fällt negativ auf?

Wenn ihr schon ein paar Reviews gelesen habt, werdet ihr nicht neues erfahren. Auch mit ist aufgefallen, dass das Display im Tabletmode nicht komplett schließt wiel die Tastatur ein wenig in der Mitte nach oben gewölbt ist und der Magnet zu schwach ist, der es zusammenhalten soll. Das stört aber eigentlich nicht. Auch die vielen Aufkleber waren etwas nervig.

Das aller nervigste ist allerdings die mitgelieferte Software von Acer. Das installieren der Software lässt sich am Anfang nicht mal abbrechen. Zwischendurch hängt sich das ganze auch mal auf. Mal sehen ob ich das Formatieren mit der SSD ohne Probleme meister, oder ob Acer auch da nette Fallen eingebaut hat.

Kaufempfehlung?

Wer momentan ein Net- oder Convertible kaufen will, sollte das Acer Aspire 1825PTZ durchaus in Betracht ziehen. Meiner Meinung nach war es das momentan beste Notebook mit Touchscreen auf dem Markt. Toppen könnte das nur das Acer Aspire 1825PT, das mit einem etwas besseren Prozessor ausgestattet ist. Das waren mir die 200€ Aufpreis für den Prozessor, 2GB mehr Ram und die 12GB  größere Festplatte einfach nicht wert, zumal ich sowieso eine SSD einbaue und es 2GB Ram schon für 40€ gibt. Einzig und allein das UMTS Modul wäre da noch eine Überlegung wert. So muss ich halb mit meinem Handy das Internet sharen. Das lässt sich dank mangelnder Steckverbindungen nämlich nicht beim PTZ einbauen. (Die Lötstellen sind allerdings vorhanden, der SIM-Steckplatz auch, nur keine Stecker…)

Und ja selbstverständlich bekommt man ab 1500€ auch wieder tolle Convertibles aber die sind wohl wirklich nicht in Betracht zu ziehen.

Ich werde in den nächsten Tagen noch einige zusätzliche Artikel über das 1825PTZ schreiben. Ich wollte den Artikel hier nicht sprengen und hab deshalb einige Dinge rausgenommen. Insbesondere in Sachen Software dürft ihr euch freuen. Windows und Linux (Kubuntu).

Was wollt ihr noch wissen?

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8 Comments

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